Liebe Kolleginnen und Kollegen,

auf der letzten Herbsttagung hat sich die überwiegende Mehrheit für die Einrichtung eines Austausches zur aktuellen Lehrsituation ausgesprochen, der in der Vergangenheit auch sehr gut genutzt wurde. Daher möchten wir dies auch in diesem Semester aufrechterhalten und dort miteinander Informationen austauschen. Hierzu möchten wir Sie herzlich einladen.

Die Termine sind jeweils ab 18:00 Uhr

Mittwoch 20.04.2022
Dienstag 24.05.2022
Donnerstag 23.06.2022

Versorgen Sie sich gerne entsprechend mit Getränken wie bei einem richtigen Stammtisch.
Es gibt keine Agenda und kein vorgegebenes Thema.
Kommen Sie einfach dazu, wenn Sie Ideen oder Fragen haben, zu denen Sie sich austauschen möchten. Es ist keine Anmeldung oder Absage erforderlich.

Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Einloggen in den Mitgliederbereich unter News.

Wir freuen uns auf ein Treffen. Bleiben Sie gesund.

Über 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Präsentation erster Ergebnisse der vom FBTEI in Zusammenarbeit mit dem VDE und dem Internationalen Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) durchgeführten Studie besucht. Dies bezeugt die Relevanz des Themas im Kontext des Fachkräftemangels im Ingenieurbereich, im Besonderen in der Elektro- und Informationstechnik. Die Problematik, die in unseren Hochschulstatistiken zum Ausdruck kommt, ist hinlänglich bekannt und vieldiskutiert. Für eine Zusammenfassung des aktuellen Stands sei auf den VDE Dialog 02/22 verwiesen (Martin Schmitz-Kuhl: Fachkräftemangel. Die Marke aufpolieren. VDE Dialog 02/22). Dort beschreibt Dr. Michael Schanz die Beobachtungen wenig beschönigend als Drama in vier Akten.

Wichtig ist es, jetzt die Stellschrauben zu identifizieren, mit denen der allgemeinen Entwicklung entgegengesteuert werden kann. Hierzu wurde vom FBTEI und dem VDE die "Imagestudie Elektrotechnik" ins Leben gerufen, die in Zusammenarbeit mit dem IZI das Entscheidungsverhalten von Schülerinnen und Schülern analysiert. Frau Dr. Maya Götz und ihr Team haben neben Fragebögen insbesondere auch die qualitativen Interviews mit Schülerinnen und Schülern ausgewertet, die aufgrund herausragender Mathematik- und Physiknoten die besten Voraussetzungen für ein technisches Studium mitbringen würden. Diese können sich unter Elektrotechnik "irgendetwas mit Kabeln und Strom" vorstellen, aber nicht die Verbindung zu unseren zentralen und hochgradig zukunftsrelevanten Arbeitsgebieten herstellen, wie beispielsweise der Gestaltung der Energieversorgung der Zukunft oder der ressourcenschonenden Automatisierung der Produktion. Bezeichnend ist, dass von dieser Gruppe nur ein verschwindend geringer Teil ein Elektrotechnik-Studium angedacht hat - und dies auch erst nach Auseinandersetzung mit dem Thema im Rahmen der Mitwirkung an der Studie.

Die anschließende angeregte Diskussions- und Fragerunde kristallisierte ein Problemfeld heraus, dass Lehrerinnen und Lehrer der für die Technik relevanten Bereiche Mathematik und Physik im Allgemeinen weder ein Ingenieurstudium absolviert haben noch die Besonderheiten des angewandten Studiums an Fachhochschulen erfahren haben. Wenn eine Schülerin oder ein Schüler keine Anknüpfungspunkte an die Elektrotechnik im Familien- und Freundeskreis hat, wird der Begriff der Elektrotechnik bei vielen fälschlicherweise mit Elektrik, Lampenwechseln und der Reparatur von kaputten elektrischen Geräten gleichgesetzt.

Es besteht also eine enorme Diskrepanz zwischen den zukunftsgestaltenden Aufgaben und der Verantwortung von Absolventinnen und Absolventen der Elektrotechnik für unser zukünftiges Leben und dem Image eines eher rückwärtsgewandten Reparierens defekter Systeme. Die Elektrotechnik hat ein Imageproblem. Deshalb wurden im Anschluss an die Diskussion auch beispielhaft zahlreiche Aktivitäten der HS Aalen präsentiert, diesem Image der Elektrotechnik entgegenzuwirken.

Die spannenden Ergebnisse des aktuellen Zwischenstands der Studie sind für Mitglieder des FBTEI im Mitgliederbereich einsehbar und zeigen erste Lösungsansätze auf. Die Studie wird in 2022 weiter ausgeführt und auch Gegenstand der nächsten Herbsttagung des FBTEI. Wir laden Sie hiermit herzlich ein, dort mitzuwirken. Der Termin und das Format werden in Kürze festgelegt.

Wir freuen uns, Sie im Herbst begrüßen zu dürfen.

Mit kollegialen Grüßen,
Ihr
Wolfgang Rehm und Jörg Dahlkemper

Die Vollversammlung des Fachbereichstages Elektrotechnik und Informationstechnik hat auf ihrer Sitzung am 12.11.2021 ein Positionspapier für Bachelorstudiengänge Elektrotechnik und Informationstechnik an HAWen beschlossen, dass Empfehlungen für die Bachelorausbildung der elektrotechnischen und informationstechnischen und artverwandten Studiengänge an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) in Deutschland enthält und damit als Fachqualifikationsrahmen verstanden werden kann. Damit gibt es nun neben Fachqualifikationsrahmen für Studiengänge und Promotionen in Elektrotechnik und Informationstechnik der Universitäten des Fakultätentages auch eine entsprechende Empfehlung für Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Die Fachqualifikationsrahmen dienen als Orientierung in der Studiengangsentwicklung und Akkreditierung. Fachbereichstag und Fakultätentag werden über diese Thematik in einem engen Austausch bleiben und die Fachqualifikationsrahmen gemeinsam weiterentwickeln. Das Positionspapier finden Sie unter FBTEI-Positionspapier.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

uns bereiten die in den letzten Jahren sinkenden Bewerberzahlen in der Elektro- und Informationstechnik mehr und mehr Sorgen in Bezug auf die Diskrepanz von Anfängerinnen und Anfängern und der Nachfrage nach unseren Absolventinnen und Absolventen in Anbetracht der absehbaren demografischen Entwicklung.

Eine Schlussfolgerung daraus ist, das Image der Studiengänge der Elektrotechnik und Informationstechnik bei Schülerinnen und Schülern und Studierenden genauer zu untersuchen. Aktuell läuft die größte jemals durchgeführte Studie dieser Art. Sie wird von FBTEI e.V., VDE und Bayerischem Rundfunk finanziert.

Wir wollen unseren Mitgliedshochschulen erste wichtige und komprimierte Zwischenergebnisse dieser Studie vorstellen.

Die Studie basiert auf Befragungen und qualitativen Face-to-Face Interviews und soll beispielsweise die folgenden Aspekte beantworten:
- Bekanntheit und Image von Elektro- und Informationstechnik
- Angenommene Voraussetzungen für das Studium der Elektro- und Informationstechnik
- Vorstellung zur späteren Berufstätigkeit

Konzeptionell und für die Auswertung sind die medienpädagogischen Expertinnen des IZI (Internationales Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen) verantwortlich.

Die Veranstaltung wird als Zoom-Konferenz durchgeführt

am Freitag, den 08.04.2022

von 14.15 Uhr bis 16.30 Uhr

 

Tagesordnung

14:15    Begrüßung
-             Frau Prof. Dr-Ing. Kira Kastell, Vorsitzende des FBTEI e.V.
-             Dr.-Ing. Michael Schanz, VDE Studium, Beruf + Gesellschaft
-             Frau Dr. Maya Götz, Leiterin des Int. Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI))

14:30    Vorstellung der Imagestudie Elektrotechnik (Frau Dr. Maya Götz)

15:15    Fragen und Diskussion

16:15    Handlungsempfehlungen aus Sicht der Öffentlichkeitsarbeit (Frau Ruoff, Herr Meier, FH Aalen)

16:30    Ende

 

Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an die Dekaninnen und Dekane der elektrotechnischen Fachbereiche und interessierte Kolleginnen und Kollegen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zugangsdaten erhalten Sie im Mitgliedsbereich der FBTEI-Seiten nach dem Einloggen im Artikel "Zugangsdaten zur Vorstellung der Zwischenergebnisse der Imagestudie".

Wir freuen uns auf einen anregenden Austausch und verbleiben bis zum April

mit kollegialen Grüßen

Prof. Dr.-Ing Kira Kastell
Vorsitzende des FBTEI e.V.

Auf der hybriden Vollversammlung des FBTEI haben sich über 40 Verantwortliche für Studiengänge der Elektro- und Informationstechnik zu neuen Entwicklungen in der Hochschullandschaft unter Moderation der Vorsitzenden des FBTEI und Präsidentin der HS Hamm-Lippstadt, Frau Prof'in Dr.-Ing. Kira Kastell, ausgetauscht.

Präsenz des GA auf VV 2021 (c)2021 Johanna Bömken HSHL
Abb.: Präsenz des GA anläßlich der hybriden VV 2021 in Hamm               (c) 2021 Johanna Bömken, HSHL

Die Auswertung der Hochschulstatistik zeigt unter Einfluss der Pandemie einen Rückgang der Anfängerinnen und Anfänger in Bachelorstudiengängen der Elektro- und Informationstechnik an Fachhochschulen um 12%. Es ist auch bereits anhand der reduzierten Absolventinnen und Absolventen sowie der nur geringfügig gesunkenen Studierendenzahl erkennbar, dass sich die Pandemie zudem studienzeitverlängernd auswirkt. Auch ist die Übergangsquote von einem Bachelor zu einem Masterstudium signifikant avon 60% auf über 70% gestiegen, wie Herr Prof. Dr.-Ing. Jörg Dahlkemper berichtet.

Herr Prof. Dr.-Ing. Benedikt Faupel stellt das neue Format eines Austauschs von Fachhochschulen und Industrie im Rahmen des gemeinsam von FBTEI und VDE ausgerichteten Symposiums "Hochschule und Forschung" vor, das als Plattform für Präsentationen und Diskussionen zu einem definierten Forschungsschwerpunkt dient. Die nächste Veranstaltung ist an der HS München am 10.-11.11.2022 geplant. Weitere Informationen folgen hierzu auf dieser Webseite.

Prof. Dr. Rehm stellt die aktuell in Kooperation zwischen FBTEI, dem VDE und dem bayerischen Rundfunk laufende Imagestudie vor, die zum Ziel hat, die Entwicklung der Studierendenzahlen der Elektrotechnik zu interpretieren und Ansatzpunkte für eine gezielte Informationskampagne zu liefern. Alle Mitgliedshochschulen des FBTEI sind aufgerufen, die Durchführung der Befragung zu unterstützen. Informationen befinden sich im Mitgliederbereich im Protokoll des GA und der zugehörigen Präsentation.

Nach den formalen Teilen des Kassenberichts durch Prof. Dr.-Ing. Bernd Runge und dem Bericht der Kassenprüfer wurde der Vorstand einstimmig entlastet.

Der zentrale Teil der Vollversammlung bestand in der Verabschiedung eines Fachqualifikationsrahmens der Elektrotechnik. Der Entwurf der Arbeitsgruppe des FBTEIs wurde von Herrn Prof. Dr.-Ing. Reinhart Job vorgestellt und erläutert. Das Ziel des Positionspapiers ist, den Akkreditierungsagenturen eine abgestimmte und fundierte Basis für die Festlegung der Anforderungen an EuI-Studiengänge zu liefern. In der Diskussion wurde großer Wert darauf gelegt, den nicht-regulierenden Charakter dieses als Orientierung gedachten Papiers deutlich herauszuarbeiten, um die Gestaltungsmöglichkeiten der Hochschulen nicht unnötig einzuschränken.

An dieser Stelle sei allen Vortragenden und Teilnehmenden für die Mitwirkung und engagierten Beiträge gedankt. Die Vorträge der Vollversammlung sind für unsere Mitglieder im Bereich "Protokolle" einsehbar.

Mit kollegialen Grüßen
Jörg Dahlkemper / 15.11.21